Brot backen im Backhaus
Backen im Backhaus – alte Tradition mit frischem Duft
In Mehrstetten auf der Schwäbischen Alb wird eine alte Tradition noch immer mit Leben gefüllt: dort wird noch im Backhaus gebacken. Gleich zwei Backhäuser gibt es in Mehrstetten – und sie werden bis heute regelmäßig genutzt. Wenn Backtag ist, liegt im Backhaus der leckere Duft von frischem Bauernbrot.
Schon früh am Morgen wird der Ofen mit Reisig angefeuert. Wenn das Feuer bis zur Glut heruntergebrannt ist, wird die Glut zur Seite geschoben, wo sie langsam ausbrennt. Danach wird der Ofen mit einem nassen Reisigbesen und einem Jutesack sauber gewischt – oder wie man hier sagt: „ausgeglutet“.
Dann kommt der wichtigste Moment: Das Brot wird eingeschossen. Etwa 30 bis 40 Laibe passen in einen Backgang. Gebacken wird nach traditioneller Art: Mit Erfahrung, Gespür und Geduld. Zum Schluss wird das Brot noch einmal mit Wasser bestrichen, damit die Kruste schön glänzt und richtig knusprig wird.
Wir haben das Backen mit der Kamera begleitet – im Backhaus im Dorfteil „Schweiz“ in Mehrstetten. Der Name stammt übrigens aus der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg, als sich hier Menschen aus der Schweiz niederließen. Heute erinnert er an diese Wurzeln – und daran, dass Traditionen wie das Backen im Backhaus über Generationen hinweg weitergegeben werden.
Tipp
In Mehrstetten wird das Backhaus regelmäßig genutzt. Frag einfach im Ort nach, wann der nächste Backtag stattfindet – es lohnt sich!
Videoproduktion: www.yamico-media.de
